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Schwarz-Roter Ticker (September 2017) [+Ticker mit+]

3. März 2017

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Neu: Anarcho-Syndikalismus – Einführung

14. September 2017

Das einführende Werk zur Theorie und Geschichte des Anarcho-Syndikalismus ist erschienen!

Helge Döhring:

Anarcho-Syndikalismus. Einführung in die Theorie und Geschichte einer internationalen sozialistischen Arbeiterbewegung, ISBN 978-3-86841-143-0, 228 Seiten, 16 €

Bestellungen über Verlag Edition AV und über Syndikat-A

Die Theorie und die Geschichte der anarcho-syndikalistischen Arbeiterbewegung speisen sich im Kern aus etwa 150 Jahren Menschheitsgeschichte und sind eng geknüpft an das Zeitalter der Industrialisierung. Die Bewegung fand ihre Ausformung in vielen Ländern zu unterschiedlichen Zeitpunkten zu sehr unterschiedlichen Rahmenbedingungen.Dennoch lassen sich ihre reichhaltigen Erfahrungswerte zusammentragen und in zugespitzter Form darstellen. Hier werden die Kontinuitäten, Brüche und Kompromisse dieser Arbeiterbewegung beleuchtet, die ihre Bedeutung auch für künftige Generationen freiheitlich-sozialistischer Gewerkschafter haben werden. Eine Anatomie und ein historisch-repräsentatives Bewegungsbild des Anarcho-Syndikalismus in groben Zügen offenzulegen und nachvollziehbar zu machen, ist Aufgabe dieser Einführung.

Inhalt:

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Albin & Max – Ehre eurem Andenken

3. September 2017

Albin Köbis (* 18. Dezember 1892 in Berlin; † 5. September 1917 bei Wahn am Rhein) war ein deutscher Soldat der Kaiserlichen Marine, der wegen Beteiligung an einer Meuterei während des Ersten Weltkriegs hingerichtet wurde.

Max Reichpietsch (* 24. Oktober 1894 in Charlottenburg; † 5. September 1917 bei Wahn) war 1917 einer der Organisatoren der Antikriegsbewegung in der Kaiserlichen Marine.

Ehre Eurem Andenken.

Als Matrose war Max Reichpietsch auf dem Großlinienschiff SMS Friedrich der Große war er zusammen mit dem Oberheizer Willy Sachse und dem Matrosen Wilhelm Weber sowie den auf dem Großlinienschiff SMS Prinzregent Luitpold stationierten Heizern Albin Köbis und Hans Beckers der Organisator der Antikriegsbewegung unter den Matrosen der Hochseeflotte im Sommer 1917.

Er wurde verhaftet und am 26. August 1917 als „Haupträdelsführer“ wegen „vollendeten Aufstandes“ zusammen mit Köbis, Sachse, Weber und Beckers in einem Kriegsgerichtsverfahren zum Tode verurteilt. Reichpietsch hatte bereits zuvor insgesamt vierzehn Disziplinar- und Feldkriegsgerichtsstrafen wegen verschiedener Delikte, darunter Unpünktlichkeit, Fernbleiben vom Dienst, Ungehorsam und Diebstahl, erhalten. Das gegen ihn verhängte Todesurteil war eines von 150 während des gesamten Krieges, von denen 48 vollstreckt wurden.

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Sommer-Ausgabe des libertären Rumänien-Magazins BUNĂ erschienen

1. Juli 2017

Libertären Lesestoff zu Rumänien bietet die soeben erschienene 5. Ausgabe des anarchistischen Rumänien-Magazins BUNĂ. Den Schwerpunkt bilden Berichte und Analysen zu den massenhaften Anti-Korruptions-Protesten gegen die Regierung Anfang des Jahres. Wir haben dazu einen Text von Ovidiu Țichindeleanu übersetzt, der sich kritisch und distanzierend zu dieser Protestbewegung äußert. Auch wenn wir viele darin vertretene Ansichten nicht teilen, haben wir uns nach Diskussion entschieden, den Text in das Heft aufzunehmen. Denn er spiegelt wider, was der größte Teil der intellektuellen, mehr oder weniger unabhängigen Linken in Rumänien, zu den Protesten denkt. Die Einschätzung ist zudem für die Menschen außerhalb Rumäniens von Wert, um zu verstehen, welche Überlegungen verschiedene Gruppen anstellen.

Wir freuen uns, ein Interview mit dem Anarchisten und Philosophen Adrian Tătăran präsentieren zu können. Wir sprachen mit ihm über seine Arbeit, die Geschichte und Rezeption des Anarchismus in Rumänien und fragten nach seiner Einschätzung zu den Massenprotesten und den möglichen Aufgaben und Perspektiven von Anarchistinnen und Anarchisten im Land. Dieses Interview werden wir in Kürze auch in Englisch auf unserem Blog veröffentlichen.

Im Nachrichtenteil beleuchten wir neue Entwicklungen bei den rumänischen Faschisten und runden diesen mit informativen und interessanten Kurznachrichten aus Rumänien und der anarchistischen Bewegung ab.

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Kapitalismus, SPD und die moderne Sklaverei Leiharbeit

2. Juni 2017

Anarchistischer Aufruf zum revolutionären 1. Mai 2017

25. April 2017

Als Anarchist*innen erachten wir größtmögliche Freiheit neben gegenseitiger Unterstützung in Gemeinschaften auf Basis von sozialer Gleichheit und Gerechtigkeit als einen der zentralen Aspekte des Anarchismus. Die stetige Ausweitung unserer individuellen und gemeinschaftlichen Freiheit in Verbindung mit gemeinschaftlicher Solidarität ist Ziel unseres Handelns als Anarchist*innen.

Die kapitalistische Gesellschaftsordnung und die herrschende Klasse richtet den Grad der individuellen Freiheit nach der kapitalistischen Logik der Gewinnmaximierung aus – zulasten unserer Freiheit als arbeitende Klasse. Und tief in unsere Gesellschaft eingeschriebene Unterdrückungsmechanismen, wie beispielsweise das Patriarchat oder Rassismus, schränken die Handlungsspielräume bestimmter gesellschaftlicher Gruppen und damit von uns allen zusätzlich ein. Denn wie Erich Mühsam 1932 schon schrieb: „Niemand kann frei sein, solange es nicht alle sind“ (In „Die Befreiung der Gesellschaft vom Staat – Was ist kommunistischer Anarchismus“).

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Die Zapatistas spenden Kaffee für den Widerstand hier

26. März 2017

In einem neuen Kommuniqué „Die erste von mehreren“ vom 17.3.2017 kündigen die Zapatistas an, dass sie 1 Tonne zapatistischen Kaffee [also genau 1.000 mal ein Kilogramm] aus den fünf Caracoles geröstet und verpackt haben und in die Welt schicken möchten, um Widerstände zu unterstützen!  Wo, wie und wann ein Teil dieses Kaffees auch nach Deutschland kommt, ist bisher nicht bekannt.

Das alles wäre nicht so traurig, wenn nicht seit 1999 – also bald 18 Jahren! – zapatistischer Kaffee nach Deutschland von eben den jetzt genannten Kooperativen aus Chiapas exportiert wurde. Sie haben mit den eingenommenen Geldern ihre Infrastuktur ausgebaut und bekamen von hier aus weitere Kohle, mehr als Zweihunderttausend EURO als zusätzliche Spenden- bzw. Fördergelder wurden nach Chiapas an die „revolutionären Zapas“ geschickt. Und auch wurden zehntausende an zusätzlichen EUROS in die anarchistisch-linksradikale-zapatistische Szene gespendet … und nun bekommen die Solidarios einen Sack Kaffee zurück. Na, dann mal Prost Mahlzeit! ¡Vielen Dank, Señores y señoritas Zapatistas!

Das komplette Kommuniqué findet ihr unter Enlace Zapatista (auch in anderen Sprachen); hier der eine Ausschnitt:

„Nun, wir wir Euch gesagt haben, wir werden sehen, auf welche Weise wir Euch unterstützen können, damit Ihr den Widerstand und die Rebellion derjenigen, die verfolgt und durch Mauern abgetrennt werden, unterstützt.

Nun, wir sind bereits ein wenig voran gekommen. Die erste Tonne zapatistischen Kaffees für die Kampagne »Gegen die Mauern des Kapitals: Widerstand, Rebellion, Solidarität und Unterstützung von unten und links« steht bereit.

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Wilde StreikerInnen scheitern mit Klage

14. März 2017

Der Kampf geht vielleicht weiter. Das Landesarbeitsgericht Bremen hat die Berufung der wilden StreikerInnen von Daimler zurückgewiesen. Aus ihrer Sicht hat der Richter sich ums Urteil gedrückt.

Die Berufung der WildstreikerInnen von Daimler ist vor dem Landesarbeitsgericht gescheitert. Das Gericht begründete die Zurückweisung mit der Prozessordnung. Es könne keine nachträglich Prüfung des Falles geben, da Daimler die 761 Abmahnungen gegen seine MitarbeiterInnen aus der Personalakte entfernt habe, bevor die KlägerInnen Berufung eingelegt hatten. Eine Revision des heutigen Urteils ließ der Richter nicht zu.

Wie schon zuvor das Arbeitsgericht Bremen-Bremerhaven traf auch das Landesarbeitsgericht damit keine Entscheidung zum grundsätzlichen Streikrecht ohne gewerkschaftliche Organisation. „Feige“ nannten die Kläger die Entscheidung des vorsitzenden Richters. Daimler freute sich über das Urteil. Die Arbeitsniederlegungen seien „illegale Streiks, die der Daimler AG materiellen Schaden zufügten“.

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